Interkulturelle Woche: Mit Vielfalt für Toleranz und Offenheit

Veranstaltungen in Brunsbüttel, Heide und Meldorf / 3. Interkulturelles Fest im Kreishaus am 4. Oktober

HEIDE (pid). Horizonte erweitern und Neugierde auf die kulturelle Vielfalt wecken - das ist das Ziel der Interkulturellen Woche (12. September bis 14. Oktober) im Kreis Dithmarschen. 2009 feierte die Interkulturelle Woche Premiere im Kreisgebiet. Ein Höhepunkt der Veranstaltungsreihe ist das Interkulturelle Fest am Samstag, 4. Oktober 2014. Bereits zum dritten Mal laden das Integrationsprojekt XENOX-Transfer des Kreises Dithmarschen, das Diakonische Werk Dithmarschen, das Lokale Bündnis für Familie in Heide und die Dithmarscher Musikschule ins Kreishaus ein. Das diesjährige Fest steht unter dem Motto "Kinder aus aller Welt".

Während der Interkulturellen Woche werben zahlreiche Veranstaltungen in Brunsbüttel, Heide und Meldorf für mehr Toleranz und Offenheit. Unter dem Motto "Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern" hat das Diakonische Werk Dithmarschen gemeinsam mit dem Lokalen Bündnis für Familie der Stadt Heide und dem Kreis Dithmarschen sowie zahlreichen kirchlichen, kommunalen und kulturellen Einrichtungen ein umfangreiches Programm organisiert. Bis zum 14. Oktober gibt es Kultur, Unterhaltung und Nachdenkliches zum Thema Integration. Zum Beispiel widmet sich die Marktandacht im Meldorfer Dom den "Gedanken zum Tag des Flüchtlings 2014"(Freitag, 26. September, 10 Uhr). Beim Interreligiösen Frauengespräch im Johann-Hinrich-Wichern Haus in Meldorf wird über "Rituale in den Religionen" diskutiert (Dienstag, 30. September, 19 Uhr). Der "FilmClub" zeigt in Kooperation mit dem Kreisprojekt Xenos im Lichtblick Filmtheater in Heide die Culture-Clash-Komödie "Einmal Hans mit scharfer Soße" (Montag, 6. Oktober, 19.15 Uhr). Der Arbeitskreis "Stark gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus" des Runden Tisches für Integration, der vom Xenos-Projekt ins Leben gerufen wurde, lädt ein zum Vortrag im Bürgerhaus Heide: Prof. Dr. Melanie Groß, Professur für Erziehung und Bildung mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit an der Fachhochschule Kiel, referiert über "Alltagsrassismus - Merkmale und Erkenntnisse zu einem weit verbreiteten Phänomen" (Donnerstag, 9. Oktober, 19 Uhr). Mit dem Politischen Abendgebet zur Interkulturellen Woche in der Auferstehungskirche in Heide um 18.30 Uhr wird die Veranstaltungsreihe am Dienstag, 14. Oktober, beendet.

International, kulinarisch und musikalisch wird es am  Samstag, 4. Oktober, von 14 bis 17 Uhr auf dem dritten Interkulturellen Fest im Foyer des Kreishauses unter dem Titel "Kinder aus aller Welt". Die Gäste können am Internationalen Buffet schlemmen. Daneben gibt es Musik, Tanz und Infostände von Vereinen und Verbänden. Zum Beispiel können sich Interessierte am Stand der Volkshochschule Dithmarschen am Deutsch-Test für Zuwanderer versuchen. Außerdem erwartet die jungen Besucherinnen und Besucher ein vielseitiges Kinderprogramm mit Kinderschminken und Aktivitäten wie dem Spielmobil des Landessportverbandes Schleswig-Holstein. Der Eintritt ist frei.

Hülya Altun, Leiterin des Integrationsprojektes Xenos betont: "Beim Interkulturellen Fest geht es uns darum, Vorurteile abzubauen, aufeinander neugierig zu sein und Kontakte zu knüpfen. Dafür öffnen wir das Kreishaus gern und kooperieren mit lokalen Akteuren. Denn dort, wo man sich begegnet und sich Gespräche ergeben, können Menschen auch zueinander finden."

Die Interkulturelle Woche wird bundesweit in rund 500 Städten, Landkreisen und Gemeinden mit circa 4.500 Veranstaltungen begangen. Kommunen, Gewerkschaften, deutsch-ausländische Initiativgruppen, Wohlfahrtsverbände und Migrationsbeiräte engagieren sich vor Ort mit Aktionen, Projekten und Feiern für die Interkulturelle Woche. Initiatoren sind die Deutsche Bischofskonferenz, der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland und die Griechisch-Orthodoxe Metropole. Das Motto für 2014 lautet "Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern". Der bundesweite Auftakt fand am 19. September 2014 in Stuttgart statt.

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Von links: Uwe Thiele (Runder Tisch für Integration in Dithmarschen), Natalia Jutschkow (Diakonisches Werk), Richard Ferret (Dithmarscher Musikschule), Ilka Marczinzik (Lokales Bündnis für Familie in Heide), Hülya Altun (Kreis Dithmarschen), Andreas Münch (Lokales Bündnis für Familie in Heide), Sajad Sediqi (Diakonisches Werk) und Anja Döhren (Diakonisches Werk).
Foto: Kreis Dithmarschen