Vandalismus bei Textilcontainern der hoelp

Rechtradikale Schmierereien und aufgebrochene Klappen / Weniger Angebote in den Sozialkaufhäusern

Marne/Meldorf – Rechtsradikale Aufkleber, Schmierereien, aufgebrochene Klappen – in der vergangenen Woche sind sechs Textilcontainer der hoelp gGmbH verunstaltet oder sogar demoliert worden. Besonders im Raum Marne haben es die Täter auf die grünen Container abgesehen; dort sind fünf Behälter dem Vandalismus zum Opfer gefallen. Ein weiterer befindet sich in Meldorf. In einigen Fällen haben die Täter quasi ihre Visitenkarte zurückgelassen. Neben Schmierereien waren gedruckte Aufkleber mit den Buchstaben „No Asyl“ und „Ultras“ angebracht worden. „Wir gehen davon aus, dass die Beschädigungen gezielt gegen unsere soziale Arbeit gerichtet ist“, berichtet hoelp-Projektleiter Alexander Rose, der mittlerweile Anzeige erstattet hat.

Da die sechs Container zunächst nicht eingesetzt werden können, hat der Vandalismus auch Auswirkungen auf die Sozialkaufhäuser in Brunsbüttel, St. Michaelisdonn und Heide. Zwar gibt es zurzeit noch genügend Vorräte, um die sozial schwachen Familien versorgen zu können, jedoch wird das Angebot zumindest zeitweise schrumpfen. „Wir arbeiten nach dem Grundsatz ‚Von Menschen für Menschen – aus der Region für die Region‘. Wer also gegen unsere Textilcontainer demoliert, schädigt auch die betroffenen Familien in Dithmarschen“, erläuterte Alexander Rose.

Besonders für den anstehenden Winter benötigt die hoelp entsprechende Kleidung – vor allem für Kinder –, die nicht dem „allerletzten Schrei“ entsprechen müssen, jedoch nicht beschädigt sein sollte. Auch Schuhe und Stiefel werden gern angenommen, wenn sie noch tragbar sind. Und wer sie nicht in einen der Container werfen möchte, kann die Kleidung auch in einem Sozialkaufhaus abgeben.

hoelp container