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Second-Hand-Shop für alle

Aus Sozialkaufhaus wird hoelp-Kaufhaus

Sozialkaufhäuser in Dithmarschen öffnen regelmäßig für alle Interessierten - Erlös fließt in regionale Arbeitsmarktprojekte

Die Sozialkaufhäuser der hoelp im Kreis Dithmarschen haben sich neu definiert. Die Einrichtungen sind mittlerweile täglich für zwei Stunden auch für den Verkauf an alle Menschen, ungeachtet ihrer sozialen Lage, geöffnet. Der erzielte Erlös soll unter anderem für die Fortführung der Kaufhäuser als strukturelle Grundlage der Arbeitsmarktprojekte verwendet werden. Außerdem will die hoelp verstärkt das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus rücken.

„Wir sorgen dafür, dass jede Bluse, jeder Sessel, aber auch jeder Kühlschrank, sofern alles noch heil ist oder funktioniert, eine zweite Chance bekommt“, berichtet Martin Meers, Geschäftsführer der hoelp. Immer noch landen viel zu viele Kleidungsstücke nach einer Saison auf den Müll, werden intakte Möbel einfach zum Sperrmüll gebracht, obwohl sie noch zu verwenden sind.

Für Menschen mit geringem Einkommen, die bislang in den Sozialkaufhäusern eingekauft haben, wird sich kaum etwas ändern. Sie können sich dort wie gewohnt zu den üblichen Zeiten mit Möbeln, Kleidung und Waren des täglichen Bedarfs zu sehr günstigen Konditionen versorgen. Allerdings erhalten sie nach einer Bedürftigkeitsprüfung jeweils eine Kundenkarte, die einen erheblichen Rabatt auf die ausgezeichneten Preise beinhaltet. Für Neukunden, die über ein höheres Einkommen verfügen, wird das hoelp-Kaufhaus zu einem Second-Hand-Markt. „Da gibt jede Menge Schnäppchen, Sammlerstücke, gut erhaltene Kleidung und Raritäten zu entdecken“, erklärt Martin Meers. Dazu gehören zum Beispiel auch feinstes Porzellan, seltene oder antiquarische Bücher, Kinderspielzeug und vieles mehr.

Benötigt werden zum Beispiel Einzelbetten mit Lattenrost, Matratzen und Bettzeug, kleinere Kleiderschränke, Sofas und Sitzgarnituren, Kühlschränke und Waschmaschinen, aber auch Töpfe, Pfannen und weiteres nützliches Küchenzubehör.

Die Öffnungszeiten sind müssen hingegen aus technischen Gründen getrennt sein. Außerdem werden beim „Verkauf an alle“ keine Menschen eingesetzt, die über ein Arbeitsmarktprojekt bei der hoelp beschäftigt sind. Stattdessen kümmern sich dann Stammkräfte oder ehrenamtliche Mitarbeitende um die Kundinnen und Kunden. Bei der Ware wird hingegen kein Unterschied gemacht. Die Regale werden fortlaufend mit gespendeten Einzelstücken befüllt – solange der Vorrat reicht.

Grundsätzlich werden in den hoelp-Kaufhäusern weiterhin drei Ziele verfolgt: Zum einen werden gespendete Gegenstände sehr günstig an Familien mit geringem Einkommen verkauft, zum anderen sorgen sie für sinnvolle Beschäftigung für Menschen in Arbeitsmarktprojekten. Darüber hinaus landen brauchbare Dinge nicht einfach auf dem Sperrmüll, sondern wieder im Verwertungskreislauf.

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